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Ju-Jitsu-Geschichte

Die genaue Herkunft der antiken Kampfkunst Koryu Ju Jutsu (Jiu Jitsu) – früher auch Yawara, Tai Jutsu, Kenpo, Hakuda, Aiki [Ju] Jutsu, Kogusoku, Koshi No Mawari, Kumi Uchi, Torite, Shubaku etc. genannt – ist heute kaum eindeutig feststellbar. Selbst Jigoro Kano schrieb, dass viele zu gerne ihre „eigene“ Entstehungsgeschichte darstellen und dadurch die eigentliche Herkunft verschleiert bleibt. Anschließend beschreibt er mögliche Entstehungsarten und -mythen. In einer dieser Entstehungsmythen wird das Grundprinzip des Jiu Jitsu „Nachgeben, um zu siegen“ besonders deutlich:

Darin heißt es, dass Akiyama Shirobei Yoshitoki (ein im 16. Jahrhundert in Nagasaki lebender Arzt) auf seiner Studienreise durch China in Klöstern neben medizinischem Wissen auch Unterricht im waffenlosen Nahkampf (Hakuda/Baida) erhielt. Dabei stellte er die körperliche Stärke als Voraussetzung zur Ausführung der Techniken fest. Zurück in Japan, unterrichtete Akiyama das aus China mitgebrachte Hakuda, doch viele seiner Lehrlinge wandten sich von diesem Kraft-betonten System ab. Eines Winters dann beobachtete Akiyama, wie die massiven starren Äste einer Kiefer unter der Last herunterkommender Schneemassen brachen, während sich die dünnen Äste einer daneben stehenden Weide unter der Last des Schnees so lange herunterbogen, bis der Schnee abglitt, um sich dann unversehrt wieder aufzurichten. Inspiriert von dieser Beobachtung, gründete er die erste Schule der „Wissenschaft von der Nachgiebigkeit“ und nannte sie Yoshin-Ryu (Weiden-Schule).

 

Ein Samurai in voller Bewaffnung (1860)

Aktualisiert ( Sonntag, den 20. September 2009 um 21:13 Uhr )