Kobudō (古武道, jap., in etwa „alte Kriegskunst“) bezeichnet die Kampfkunst mit den auf Okinawa entwickelten Bauernwaffen, beispielsweise das Sai (eine Art Dreizack), das Nunchaku (kurzer Dreschflegel), der Bō (ein 182 cm langer Stab), die Kama (landwirtschaftlich genutzte Sichel) oder der Tonfa.
Die Entwicklung des Kobudōs wird zum einen der „Arbeiterschaft“ Okinawas zugeschrieben, aber auch dem Adel und den Beamten. Dies wird besonders bei den Ursprüngen der Katas ersichtlich, denn diese diese wurden von Beamten oder Adeligen entwickelt.
In japanischen Schriften wird Kobudō oft im Sinne von Koryū benutzt; die hier angegebene Bedeutung ist dagegen im westlichen Sprachgebrauch vorherrschend.
Aktualisiert ( Sonntag, den 20. September 2009 um 21:35 Uhr )